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Am Zürcher Treffen zeigte uns Ralph wie man mit Schminkfarben Fahrzeuge altern kann.
1. Philosophie des Alterns Grundsätzlich muss man wissen, dass bei einem Widerverkauf eines gealterten Wagens u.U. ein erheblicher finanzieller Verlust in Kauf genommen werden muss. Deshalb muss jeder für sich entscheiden, ob - und wenn ja - was er altern will. Ich empfehle nur die Alterung von "0815" Wagen, jedoch nie eine solche auf einem seltenen oder teuren Objekt. Ferner altere ich nie Personenwagen, die sind auch in Natura immer einigermassen sauber. Bei Personenwagen welche 100%-ig in meinem Besitz bleiben, altere oder färbe ich höchstens die Fahrgestelle, damit das meist sehr künstlich aussehende Grau verschwindet. Dasselbe gilt für mich bei den Loks. Wenn überhaupt, dann nur ganz leicht die Fahrgestelle und ganz dezent die Dächer. Aber z.B. Fulgurex-Modelle sehen auch bei mir nie ein Stäubchen Farbe. Am Schönsten sehen gealterte Wagen aus, wenn sie in einer ganzen Komposition heran rollen. Deshalb mein Tip: Nur ganze Züge altern. Das kommt dem Vorbild am nächsten. Sodann muss man entscheiden, wie weit man mit der Alterung gehen will. Es gibt einen Unterschied zwischen einem ausrangierten, auf einem Stumpengleis abgestellten und als Hühnerstall dienenden Wagen und einem sich noch in Verkehr befindlichen Modell. Sodann stellt sich die Frage, was die Alterung zeigen soll:
2. Alterungsmaterial Ich arbeite am Liebsten mit Kosmetik und Pulverfarbe. Warum Kosmetik? Die Kosmetikindustrie liefert und die allergrösste Farbpalette in den Farbnuancen wie wir sie im Modellbau brauchen. Die einzelnen Farbtöne sind in X-Dutzend Variationen unterteilt und zum Teil in absolut gebrauchsfertiger Konsistenz erhältlich. Es lohnt sich aber mit dem Kauf von Kosmetika zu warten, bis man irgendwo eine Preisaktion findet. Wir brauchen keine vitaminisierte Lablekosmetik, wir brauchen günstige Kosmetik. Dann kurz zur Pulverfarbe. Dieses Zeugs kann sehr teuer sein, zumal wenn man echte Pigmentfarbe kauft. Aber auch das ist nicht nötig. Es funktioniert zum Beispiel schon sehr gut mit Eierpulverfarbe (jedes Jahr im Migros erhältlich). Die Kursteilnehmer "meine" Pulverfarbe, die ich via Deutschland beziehe und die man bei mir sehr kostengünstig beziehen kann (11 oder 12 Farbtöne für ca. Fr. 60.-- bis 70.--). Das Werkzeug zum Altern stellte ich Euch ebenfalls vor, auch dort nur kostengünstiges Material einkaufen! Sodann sollte man ein paar Bilder aus der Realität als Vorbild zur Seite haben. Das bringt unheimlich viel. Wenn man am Altern ist, verliert man plötzlich den Bezug zur Realität. Das ist mir schon oft selbst passiert. 3. Wagen zum Altern vorbereiten Wie auf dem Foto von Jürg sehr schön ersichtlich, werden über die Kupplungen Kunststoffschläuche gestülpt. Ich verwende Luftschlauch aus der Aquaristik mit 4 mm Innendurchmesser. Das dieser Durchmesser zu klein ist, wird der Schlauch einseitig ca. 5 mm tief eingeschnitten. Aufgesteckt dienen diese Schläuchen einerseits als Griffe, andererseits auch als Schutz der Kupplung vor ungewollter Farbgebung. Dann werden die Achsen, evtl. die Fahrgestelle, abgenommen. Man kann nun die Achslager mit einem kleinen Kleber abdecken um sie vor dem Eintritt von Farbe zu schützen, ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Nun müssen alle Partien die nicht eingefärbt werden sollen, mittels Abdeckfarbe oder Abdeckband zugedeckt werden (meist nur bei Fenstern nötig). Hat man nun einen Wagen mit sehr grossen und glatten Flächen vor sich, oder auch z.B. einen Rungenwagen, wird man beim Färben stellen, dann die Farbe nicht richtig angenommen wird und es eher ein "Gschlirg" gibt (Problemzone bei den Rungenwagen sind die einzelnen Rungen). Dem kann man vorkehren, indem man mit einem Schleifpapier die Flächen ein bisschen aufraut. Wer will, kann nun den Wagen noch mit einer farblosen Grundierung einsprayen. Ich betone; wer will! Es ist nicht absolut notwendig! 4. Die Alterung Grundiert wird meistens mit sog. Lip-Glos oder Lippenstift. Warum? Diese Kosmetika ist leicht pastenartig und bringt uns eine Dreidimensionalität der Alterung. Dass man für einen Kohlewagen keinen knallroten Lippenstift nimmt, sollte klar sein. Alle die am Kurs waren, haben ja einen schwarzen Lippenstift bekommen. Diese Grundierung streicht man nun GROSSZÜGIG z.B. auf die Ladefläche ein und verschmiert sie anschliessend so, dass es nach Schmutzresten aussieht. Am Kurs bemerkte ich, dass viele die Grundierung zu dezent aufgetragen haben. Habt keine Angst, "knallt ein Pfund darauf", wegnehmen kann man immer wieder ein bisschen. Wenn ich die Ecken und Flächen so eingefärbt habt, dass es einigermassen echt aussieht kommt das Nachfärben. Hierzu wird jetzt Pulverfarbe oder Lidschattenfarbe genommen. Man tupft ein bisschen der gewünschten Farbe auf einen Kosmetikpinsel und tupft diesen Pinsel dann auf die gewünschte Wagenstelle. ACHTUNG: TUPFEN UND NICHT STREICHEN!! Man kann die Pulverfarben auch mischen in dem man eine andere Farblage darüber tupft oder die Farbe vor dem Auftragen auf einem Papier vermischt. Vielleicht muss man dann nochmals mit Lip Glos darüber und anschliessend nochmals mit Pulver. Vielleicht auch das Ganze noch ein 3. Mal. Einfach bis es stimmt. Ihr werdet sehen, man kann unheimlich flexibel arbeiten mit Kosmetik. Grundsatz: Auch mit dem Auftragen der Farbe mutig sein. Ruhig wie ein wild gewordener Künstler herum fuchteln. Wenn man dann fertig ist, wird der Wagen mit einem matten Klarlack eingenebelt. Vielleicht braucht es 2 oder 3 Sprühdurchgänge, das spürt ihr dann selbst. Mit dem Lackieren erreicht man lediglich eine Grifffestigkeit, jedoch keine Kratzfestigkeit! Zum Schluss weise ich gerne darauf hin, dass man mit Kosmetika sämtliche Sachen auf einer Anlage bemalen kann. Sei es Asphaltnachbildung mit grauen Lidschattentönen, Baumstämme mit Lip Glos-Grundierung (farblos) und nachfolgender Pulverfarbenbehandlung, man kann auch die ewig fad bemalten Autos überarbeiten, Bahndämme ein bisschen einfärben, Häuser und vor allem Dächer "entglänzen", und und und! Seid nicht enttäuscht wenn der erste Wagen nicht gerade ein Riesenhit wird. Beim Altern heisst es "learnig by doing". Nach sehr kurzer Zeit wird es jeder der will raus haben. Sonst stehe ich jederzeit zur Verfügung. Besten Dank für Euer Interesse Ralph, alias Sbbfan |
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Am Zürcher Treffen zeigte uns Dieter wie man mit Wasserfarben Fahrzeuge altern kann.
Man kann auf sehr einfache Art und Weise Fahrzeuge mit Wasserfarben altern. Was muss man beachten:
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Am Zürcher Treffen zeigte uns Dieter wie man mit dem Gras.o.Mat begrast.
Weitergehende Erklärungen des Gras.o.Mat findet man hier: Nach Dieters Vorführung kamen einigen Fragen bezüglich der Begrastechnik auf, die dann in spontanen Tests endeten. So hat Dieter selbst das Grasmaterial danach nur durch das Sieb des Gras.o.Mat gestreut und den praktisch gleichen Effekt erzielt. Pierre hat uns dann auch noch seine "PPB-Tupf-Begrasungs-Methode" gezeigt, welche ebenso ähnliche Effekte erzielte. sNs ist im Besitz eines Gras.o.Mats, wer ihn ausleihen möchte kann sich direkt an uns wenden: Zum Ausleihen muss ein Depot von Fr. 70.- (Wert des Geräts) hinterlegt werden. |
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Am Zürcher Treffen zeigte uns Dieter wie man mit Pulverfarben oder Künstlerkreide auf einfache Art und Weise farbliche Effekte auf die Anlage bekommt.
Ein paar Stichworte die man vor dem Einfärben überlegen sollte:
Zum Zerreiben der Kreide benutzt man ein Stück 200er - 600er Schleifpapier. Auf dem Schleifpapier wird vorsichtig ein Teil der Kreide verrieben. Mit einem breiten harten Pinsel wird dieser Staub dann Richtung Glasscheibe gebürstet. Mit einem feineren Pinsel wird wenig Pulverfarbe vom Glas aufgenommen und auf dem Modell verteilt. Mit den Pulvern kann man auf der Glasscheibe wunderbar die Farben mischen. Auf dem Schleifpapier hat es immer genügend Pulverfarben, die man mit einem härteren Pinsel noch auf das Glas leer wischen kann. Man verwendet diverse Pinsel. Von den Grossen bis zu den weichen feinen Pinsel. Wie beim Malen ist auch hier weniger mehr! Lieber mehrere dünne "Streicheleinheiten" mit dem Pinsel als viel zuviel Schwarz auf einmal. Übrigens: Bei dieser Arbeit neigen die Pinsel zum "Haarausfall" und "Haarbruch"! Hier reichen wirklich die billigen Bastelpinsel aus den Sets. Kreidestaub dringt schnell in die Atemwege! Allergiker oder empfindliche Personen sollten generell einen Atemschutz tragen - aber auch für alle anderen Modellbauer ist so ein Gesichtsschutz sehr empfehlenswert. Pulverfarben immer und nur immer zuallerletzt auftragen, wenn die Anlage fertig ist. Pulverfarbe ist immer Feuchtigkeits- und Wasserempfindlich! Wichtig ist auch, dass die zu behandelnde Stelle nicht glatt ist, z.B. Schienen sollte man vorher einfärben, man kann auch Klar- oder Mattlack verwenden damit die Farbe dann darauf haftet. |
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Vor- und Nachteile der verschiedenen Motörchen
Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, welchen Weichenantrieb man beim Modulbau verwenden soll, hier nun eine - hoffentlich vollständige - Auflistung aller zur Zeit auf dem Markt verfügbaren Teile die für Peco Code 55-Weichen geeignet sind: Circuitron
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