© sNs 27.05.2007
Design by 'Heitersberg'

Arnold 0371

Das Modell:

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© Heitersberg

SBB RBe 540 055-1 blau/weiss mit roten Stirnfronten "NPZ-Look" - EW I A 50 85 18-35 001-4 Personenwagen 1. Klasse blau/weiss - EW I B 50 85 20-35 130-7 Personenwagen 2. Klasse blau/weiss - alle Fahzeuge mit neuer Beschriftung und aussenbündigen gelben Schwingtüren

Das Vorbild:

Ende der 50er-Jahre sah sich die SBB vor einer neuen Herausforderung, denn in Lausanne sollte 1964 die Landesaustellung auf dem Schienenweg erreichbar sein. Die noch in einer Vielzahl vorhandenen Maschinen aus den Anfängen der elektrischen Traktion vermochten jedoch den zu erwartenden Verkehr nicht zu bewältigen. Zudem waren sie noch recht langsame Maschinen. Hinzu kamen noch die fehlende Möglichkeit der Viel- und Fernsteuerung. Die bereits im Einsatz stehenden Re 4/4 I der ersten Serie sollten der auftretenden Mängel wegen nicht nachgebaut werden. So bestellten die SBB bei der Industrie vorerst sechs Prototypen eines neuen Hochleistungs-Triebwagen, der als RBe 4/4 bezeichnet werden sollte. Die Erfahrungen mit der Fernsteuerung der Re 4/4 I veranlasste die SBB dazu, mit den neuen Triebwagen Pendelzüge zu bilden.
Die ersten sechs Prototypen (1401–1406) kosteten rund sechs Millionen Franken und wurden 1959 und 1960 ausgeliefert. Das erste Fahrzeug wurde am 24. Mai 1959 der Presse vorgestellt. Die Prototypen hatten einige Mängel, welche in der Serienausführung ausgemerzt wurden. Die 76 Serientriebwagen (1407–1482) wurden zwischen 1963 und 1966 in Verkehr gesetzt und waren unter anderem vier Tonnen schwerer als die Prototypen.
Ab 1988 wurden zuerst die sechs Prototyp-Triebwagen, ab 1989 auch die Serientriebwagen mit roten Stirnfronten ausgestattet. Die Prototypen erhielten kurz darauf auch noch einseitig einen speziellen Warnanstrich, da sie auf der berüchtigten Seetalstrecke die bis Ende 1988 dort eingesetzten De 4/4 ablösten.
Ab 1992 wurden die noch 74 vorhandenen Serientriebwagen durch die SBB-Hauptwerkstätte Zürich modernisiert und an die Anforderungen des S-Bahn-Betriebs angepasst. Durch den Einbau einer zusätzlichen Thyristorsteuerung, für welche ein Passagierabteil (4 Sitzplätze) geopfert werden musste, konnte das Fahrverhalten des Fahrzeuges wesentlich verbessert werden. Für kondukteurlosen Betrieb wurden automatische Aussenschwingtüren eingebaut und die Triebwagen wurden für den Pendelzugbetrieb mit den bereits für die NPZ angepassten Einheitswagen I und II (ebenfalls automatische Aussenschwingtüren) angepasst.
Der RBe 540 055-1 wurde im August 1965 abgeliefert als RBe 4/4 1458 und im März 1993 modernisiert (NPZ-Lackierung, Aussenschwingtüren) und zum RBe 540 055-1 umgezeichnet.

Die Einheitswagen I sind die Nachfolger der Leichtstahlwagen und wurden zwischen 1956 und 1967 gebaut. Sie hatten ein Gewicht von 28 bis 32 Tonnen und eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.
Die grösste Serie bei den Schweizer Personenwagen waren die Zweitklass-Einheitswagen I, von der in zwölf Jahren total 1.019 Stück gebaut worden sind. Die Sitze der EW I hatten in der zweiten Klasse ursprünglich braune Kunstlederpolsterungen. Bei ihrer Hauptrevision in den 1970er-Jahren bekamen sie wie die EW II in Nichtraucherabteilen die grüne und in Raucherabteilen die rote Sitzpolsterung.
Einige Einheitswagen I wie auch Einheitswagen II wurden in den 1980er und 1990er-Jahren für die Neuen Pendelzüge (NPZ) umgebaut. Sie bekamen eine Lackierung nach dem NPZ-Schema (weiss-blau mit gelben Türen), entsprechende Sitzpolsterung und eine neue Inneneinrichtung (rote Wände bei Raucher-, blaue bei Nichtraucherabteilen). Automatische Türen für den kondukteurlosen Betrieb wurden in einem zweiten Schritt eingebaut. Heute werden nicht umgebaute Einheitswagen I und II, die nach wie vor grün lackiert sind, vor allem bei untergeordneten Schnellzügen und Entlastungszügen eingesetzt oder als Entlastungswagen bei Zügen mit grossem Andrang. Diese werden nunmehr nach und nach ausrangiert, da ihr Komfort (keine Klimaanlage, lärmintensiv) und ihre etwas geringe Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen.
Der A 50 85 18-35 001-4 wurde im März 1959 abgeliefert als A4ü 2530, im Januar 1963 zum A 2530, zwischen 1967 und 1970 zum A 50 85 18-35 529-6 umgezeichnet und im Juli 1997 zum A 50 85 18-35 001-4 umgebaut (NPZ-Lackierung, Aussenschwingtüren). Der B 50 85 20-35 130-7 wurde im August 1958 abgeliefert als B4ü 6520, im Januar 1963 zum B 6520, zwischen 1967 und 1970 zum B 50 85 20-33 119-2 umgezeichnet und im Februar 1993 zum B 50 85 20-35 130-7 umgebaut (NPZ-Lackierung, Aussenschwingtüren).

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